1. In der Regel ist der Grund, warum wir das Bedürfnis haben, uns zu organisieren, dass das Leben sich überwältigend anfühlt.
  2. Eigentlich hat uns das Leben bereits überwältigt. Wir fühlen uns, als würden wir ertrinken, nur gerade noch so oben bleiben.
  3. Wir fühlen uns festgefahren.
  4. Wir haben so viel auf unserem Teller, dass wir nicht wissen, wo wir anfangen sollen.
  5. Wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen, weil wir nicht wissen, wohin wir gehen.
  6. Wir wissen nicht, wohin wir gehen, weil wir nicht wissen, in welche Richtung wir gehen wollen.
  7. Wir wissen nicht, in welche wir gehen wollen, weil wir nicht darüber nachgedacht haben oder noch keine Entscheidung getroffen haben.

Müssen wir uns entscheiden, wohin unser Leben geht, bevor wir uns organisieren können? NEIN! Wird es uns helfen, eine Entscheidung darüber getroffen zu haben, wohin wir im Leben gehen wollen, damit wir uns nicht mehr überfordert fühlen? Nicht unbedingt.

In der Regel schlagen alle diese Zeitmanagement- und Produktivitätsmethode „Wie man sich am besten organisiert“ einen Top-Down-Ansatz vor. Kenne dein Lebensziel und dann macht alles andere puff und man weiß genau wo es langgeht und was es zu tun gibt.

Nun, wenn du deine Lebensziele kennst, bekommst du deine Wäsche noch lang nicht gewaschen oder deine Kleidung gebügelt und es hilft dir nicht, an den Termin zu denken, den du vor langer Zeit zugesagt hast, noch hilft es dir dabei, das Geburtstagsgeschenk für deine Mutter zeitgerecht zu besorgen, eine Aufgabe, die Du Dir schon bereits vor langer Zeit vorgenommen hattest….

Beginne also dort, wo du gerade bist, nicht dort wo du sein willst. Zu wissen, wo du hinwillst, ist der zweite Schritt. Der erste Schritt ist, sich mit dem zu befassen, was ist. Das hier und jetzt.

„Ein Großteil des Stresses, den Menschen fühlen, kommt nicht von zu viel zu tun. Es kommt daher, dass das, was sie begonnen haben, nicht beendet wird. „(David Allen)