Der erste Schritt, um Dinge zu organisieren, um sich weniger überwältigt zu fühlen, ist, mit dem Hier und Jetzt zu beginnen. Was schwirrt Dir im Kopf rum? Was hält dich nachts wach? Hol es da raus!

Schreibe keine Liste! (noch nicht)

Du kennst den Standard-Produktivitätstrick, oder? Mach eine Aufgabenliste und arbeite dich dann durch. … oh jeh … Wie viele dieser Listen hast du schon irgendwo versteckt und verstaut. Halb erledigt, nicht erledigt, erledigt oder was auch immer? Haben sie dir geholfen, dich weniger überwältigt zu fühlen? Nein!

Nein! Du hast Dich danach mies gefühlt. Du hast all diese Verpflichtungen gesehen, die du mit dir selbst gemacht hast und alle noch nicht eingehalten hast.

Hole Dir einen großen Stapel loser Blätter, vorzugsweise A5 oder die Hälfte davon. Denk an all die Dinge, die dich beschäftigen. Schreibe jedes auf ein Blatt Papier. Nein, nein, nur ein Problem pro Blatt. Wir wollen in der Lage sein, diese zu sortieren, also nicht schummeln, nur einen Gedanken, ein Thema das zu erledigen ist, das pro Blatt gemacht wird. Ja, es stimmt, Du könntest am Ende mit 100 bis 200 Blatt dasitzen. Das zeigt uns nur, wie viele offene Verpflichtungen Du in Deinem Kopf herumwirbeln hast.

Fertig? Gut jetzt sortieren wir die Blätter nach Relevanz in Bezug auf dein Hier und Jetzt:

Stapel 1: Sollte so schnell wie möglich erledigt werden

Stapel 2: Eines Tages/vielleicht/irgendwann einmal

Vorsicht!!!! Wichtig! Du wirst nicht alles so schnell wie möglich erledigen können. In der Regel nehmen wir uns stets viel zu viel vor und stellen dann frustriert fest, dass die Zeit nicht reicht und wir viel weniger geschafft haben als wir erwartete haben. Daher bitte genau hinsehen!

„Eines Tages/vielleicht/irgendwann einmal“ sind Themen, die Du nicht vergessen willst, die aber gerade im JETZT nicht wesentlich sind, sie können auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden oder es sind Dinge, an die Du schon eine Weile gedacht hast, aber bisher noch nichts in die Richtung getan haben.

Alles was „wünschenswert“, „nett“ oder „Nice to have“ ist steckst Du erstmal in den „Eines Tages/vielleicht/irgendwann einmal“ Stapel.

Alles, was nicht im Stapel „1-Schritt“ einstufigen oder zweistufigen Stapel ist, geht in den Stapel Someday / Maybe.

Fertig? Gut. Jetzt sortieren wir uns den „Sollte so schnell wie möglich erledigt werden“-Stapel und sortieren diese Blätter ncoh einmal in zwei Kategorien:

  • Erfordert nur einen Schritt,
  • Erfordert zwei und mehr Schritte

Ein „1-Schritt“ erfordert nur eine einzige Aktion. Zum Beispiel „Müll rausbringen“ ist ein 1-Schritt. Es ist vorbei und nach einem Schritt erledigt.

Ein „2-Schritt“ erfordern zwei oder mehr Schritte. Zum Beispiel, Du mußt die Werkstatt anrufen wegen eines Inspektionstermins für dein Auto. Es ist ein „1-Schritt“-Thema, wenn Du gerade die Nummer vor Dir liegen hast und nur noch zum Telefonhörer greifen mußt. Wenn Du die Nummer nicht kennst und erst im Internet nachschauen mußt um de Nummer zu finden, dann ist das ein zweistufiges „Projekt“. Schritt eins finde die Nummer für die Werkstatt, Schritt zwei rufe an.

Jetzt sortiere deinen „Sollte so schnell wie möglich erledigt werden“-Stapel in diese beiden Kategorien. Wenn Du Dich dabei überwältigt fühlst, denk immer daran:

„The Only way is through…“ David Allen

„Der einzige Weg ist der mitten durch …“ David Allen

Wenn Du das Gefühl haben, es ist absolut zu viel. Dann mach es in 15 oder 20 Minuten Schritten. Stelle einen Küchentimer auf 20 Minuten, sortiere 20 Minuten, mach eine Pause, trink ein Glas Wasser, schnappe kurz frische Luft, aber beende das Sortieren.

Herzlichen Glückwunsch!

Du hast schon mehr als die Hälfte des Weges hinter Dir.